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sofern, Performance (20"), Max/MSP/Jitter, Processing, 2010
sekunde 15, Fotografie, Print matt, 104 × 97 cm, Performance please advise as necessary, californium 248, Théâtre de l'Usine Genf, 2010
Moment cinétique, Zusammenarbeit mit Nina Langensand, Performance, Installation (Polyesterfaden, Baumwollfaden, Nägel, Reisnägel, Agraffen, Wii-Controller, Projektion), 2010
neu., Animation, Projektion, Processing, 2010
Ohne Titel, Zusammenarbeit mit Nina Langensand, Diverse Materialien, 2011
n prim, Audiovisuelle Projektion, Max/MSP, Processing, 2009
www.Vordergründig lässt das Interesse für mathematische Systeme, Informatik und visuelle Programmierung keine unmittelbaren Rückschlüsse auf einen Zusammenhang mit künstlerischer Tätigkeit zu. Dessen ungeachtet findet Thomas Köppel gerade in der Auseinandersetzung mit Physik, Mathematik und der Zahlenwelt im Allgemeinen eine grosse Inspirationsquelle für seine künstlerische Arbeit. Er verbindet selbst geschriebene Computerprogramme mit festen physikalischen Grössen wie Zeit, Raum und Bewegung und lässt sie im Zusammenspiel mit verschiedenen Bildelementen komplexe Systeme eingehen. Dabei figurieren die Bildelemente seiner Installationen als eigentliche Schnittstelle, um die Prozesse des Programms visuell darzustellen. Indes sollen die Programme ihrerseits keine Rahmenbedingungen vorgeben, sondern den Systemen die Möglichkeit bieten, sich zu verselbständigen, um dadurch Formen und Hierarchien aufzulösen. Die Bildelemente artikulieren sich aufgrund deren Zusammenhang innerhalb der Installation immer wieder neu, wobei ihr ursprünglicher Sinn teilweise verloren gehen kann oder neu assoziiert werden muss. Denn entgegen vieler wissenschaftlicher Grundsätze muss in den Installationen des Künstlers nichts als gegeben hingenommen werden. Ein System, das sich verselbständigt und nach einer neuen Form sucht, ist nicht mehr als nur eine weitere von unzähligen Möglichkeiten. – Andreas Mattlecalifornium248.ch