Sabrina Labis

Plattform2015

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Sabrina Labis, sky_20150115.mov, Installationsansicht Plattform 15, 2015

Sabrina Labis, sky_20150115.mov, Installationsansicht Plattform 15, 2015

Sabrina Labis, Cindy Liebt Mich Nicht, Videostill, 2014

Sabrina Labis, Cindy Liebt Mich Nicht, Videostill, 2014

Sabrina Labis, Cindy Liebt Mich Nicht, Videostill, 2014

Sabrina Labis, Cindy Liebt Mich Nicht, Videostill, 2014

Sabrina Labis, Cindy Liebt Mich Nicht, Videostill, 2014

Sabrina Labis, Cindy Liebt Mich Nicht, Videostill, 2014

Sabrina Labis, How To Build A Mountain, 2-Kanal-Videoinstallation, 2015

Sabrina Labis, How To Build A Mountain, 2-Kanal-Videoinstallation, 2015

In den letzten Jahren macht sich eine Vielzahl neuer künstlerischer Positionen bemerkbar, deren Praxis als «quasi-recherchebasiert» bezeichnet werden kann. Gerade die jüngste Generation, welche die Zeit ohne Internet und unbegrenzten Zugang zu Information nicht kennt, bedient sich hemmungslos am vorhandenen digitalen Material, um ihr eigenes Interesse einer grösseren Gemeinschaft in visueller Form zu präsentieren. Soziologen nennen sie die «Generation Y» (in Anlehnung an das englische Homofon «Why») – fragend, recherchierend, in virtuellen Netzwerken und Teams arbeitend.

Sabrina Labis gehört mit ihren 24 Jahren sicherlich zu dieser Generation. Während jedoch gewisse Arbeiten ihrer Altersgenossen hinter einer undurchlässigen Hochglanz-Ästhetik zurücktreten und dem Betrachter bisweilen verschlossen bleiben, lässt Labis in ihren Werken ebenso persönliche wie spontane Emotionen einfliessen und damit verbundene Interpretationsansätze und Lesarten zu. Ihr Werk ist keine fetischisierte Zelebration, sondern zeugt vielmehr von der Faszination der Künstlerin für eine Sache, die sie mit den Betrachtern teilen möchte, also ein Angebot an individuellen Erkenntnissen ohne expliziten Wahrheitsanspruch. Dabei geht es nicht um Unwahrheit, denn hinter ihren Arbeiten steckt immer eine detaillierte Recherche, sondern vielmehr um den Verzicht auf eine totale Übersicht zugunsten atmosphärischer Hinweise auf das Sein und auf den Zustand von Dingen und Orten. Dies gelingt ihr oft durch den Einsatz einer Kamera, mit der sie sich einem Thema nähert und sich Wissen aneignet, um in einem späteren Vorgang das filmische Material mit poetischen Elementen und gesprochener wie geschriebener Sprache zu verbinden. Daraus entstehen Multimedia-Collagen unserer Zeit und der uns zur Verfügung stehenden, aber oft nicht zum Verständnis dienenden alltäglichen Strukturen und Mechanismen. – Claudio Vogt