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Silvia Popp hat etwas zu sagen. Ihre Kunst ist Recherche, Dienstleistung und soziokulturelles Engagement. Die Künstlerin nimmt sich ihren Raum und stellt sich in persona ihrem Publikum – sei es nachts als Interveneurin in einem öffentlichen Park oder in ‹business casual› als offizielle «Leerstandsbeauftragte» vor einem interessierten Publikum. In einem Spiel mit Rollen adressiert Silvia Popp etablierte Künstler- und Betrachterkonventionen und setzt sich eng und ernsthaft mit ihrem Publikum auseinander. In dem von Firmen, Planerinnen und Reglementen besetzten öffentlichen Raum lotet die umtriebige Künstlerin Bewegungs- und Handlungsspielräume aus und nähert sich dabei der Grenze des Legalen und Tolerierten; aber auch des Sinnigen. So dekonstruiert sie die Logik des urbanen Raums, wenn sie selber einen öffentlichen Ort abgrenzt und somit besetzt, um Leerraum für die Allgemeinheit zu schaffen. Bedient sie sich ökonomischer Methoden wie der Kundenbefragung, so wird immer ihre clever-kritische Haltung deutlich, und irgendwo klingt der bald augenzwinkernde Anspruch auf, unsere ökonomisierte Lebenswirklichkeit umzugestalten und die Gesellschaft zu verbessern. – Sarah Stocker