Gina Proenza

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o a o, 2018

o a o, 2018

Le rut animal, 2018 (detail)

Le rut animal, 2018 (detail)

Le rut animal, 2018

Le rut animal, 2018

Suto, 2018

Suto, 2018

Pli ti cî, 2018

Pli ti cî, 2018

Suto, 2018

Suto, 2018

Zwischen Realität und Fiktion navigierend, produziert Gina Proenza Bilder, Texte, Gerüche und Installationen, die keine klaren Deutungen erlauben und politisch aufgeladen sind. Über drei Räume hinweg spinnt die Künstlerin ein Netz an Bezügen zur Geschichte eines kolumbianischen Dorfes, das im 17. Jahrhundert von entflohenen Sklaven gegründet wurde. In unbewohnten und wenig erschlossenen Gebieten schufen sie eine kleine, autonome Gemeinschaft. Noch heute wird dieses Dorf an den Ausläufern der Montes de Maria von Nachkommen jener Gründerväter bewohnt. Die Bewohner*innen der afrikanischen Enklave im Herzen Kolumbiens teilen nicht nur eine eigene Kultur, sondern auch die Sprache «Palenquero», eine Mischung aus Portugiesisch, Spanisch und afrikanischen Sprachen.

Durch die markante physische Präsenz, etwa mittels monolithischen, nach Harz riechenden gelben Skulpturen oder den herausgestreckten Zungen von Skulpturen, hallen zwar die Ahnengeschichten aus der Ferne im Ausstellungsraum nach, jedoch ohne konkret zu werden. Eine Anspielung auf die unzugänglichen Landstriche findet sich in den skulpturalen Elementen ihrer Installation wieder, die keine Übersicht zulässt. Wichtig sind Proenza auch wahrnehmungsmobilisierende Indexe wie Gesang, Gestik oder Geruch.

Gina Proenza (*1994) absolvierte ihren Bachelor an der École cantonale d’art de Lausanne. Sie lebt und arbeitet in Lausanne und Paris.