Vom 12. bis 21. März 2015 zeigt PLATTFORM15 im ewz-Unterwerk Selnau in Zürich neue Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern, die kürzlich einen Bachelor- oder Masterstudiengang an einer Schweizer Kunsthochschule abgeschlossen haben. Dadurch gibt die Ausstellung einen Einblick in das junge, aktuelle Kunstschaffen. Ausgewählt wurden die Positionen von einer Jury aus jungen Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern.
Mittwoch 11. März 2015, ab 18 Uhr
Vernissage
Freitag, 13 März 2015, 19h
Le Foyer zu Gast bei PLATTFORM15
Quentin Lannes (1989, lebt in Genf) im Gespräch mit Adrien Guillet (1986, lebt in Paris)
Forms & Forces
Die Künstler Quentin Lannes und Adrien Guillet verbindet das Interesse für die visuelle Präsenz kultureller Artefakte, für die Wiederholung, ja die andauernde Wiederaufführung von Symbolen, Gesten oder Formen. Ihre künstlerische Praxis speist sich dabei nicht nur aus der Aneignung bestehender kultureller Zeichen, sondern gründet wesentlich auf den Strategien der Reinterpretation und Rekontextualisierung von gefundenen Materialien. Von Textfragmenten, alltäglichen Konsum- und Gebrauchsgegenständen oder Bildern. Im Rückgriff auf ihre jeweiligen Archive eröffnen sie im Rahmen von Le Foyer eine Form von 'ikonologischem Dialog'. Dieser erlaubt sowohl einen Einblick in die von Lannes und Guillet verfolgten Methodologien des Sammelns und thematisiert zugleich ihr Spiel mit der Appropriation, mit dem Zitieren aber auch dem Unterschlagen von kulturellen Bildern und Symbolen.
(Das Gespräch wird in Englisch geführt.)
Sonntag 15. März 2015, ab 14 Uhr
Familiennachmittag
Kinder-Atelier, Kaffee und Kuchen & Führung durch die Ausstellung
Freitag 20. März 2015, 19 Uhr
Über/leben: Performative Veranstaltung in Zusammenarbeit mit Kunstbulletin
Unter dem Titel Über/leben stellen sich in drei Blocks 12 Kulturschaffende vor. In siebenminütigen performativen Vorträgen erzählen sie, wie sie ihr Leben zu meistern wissen – mit Höhen und Tiefen, Strategien und Zufällen, Haupt- und Nebenjobs, Zielgeraden und Nebengleisen.
19:00 – 19:30
Julia Moritz (Kuratorin Theorie und Vermittlung, Kunsthalle Zürich)
Lauren Wildbolz (Künstlerin, Vegan-Catering)
Tarik Hayward (Künstler)
Arthur Fink (Kurator Hacienda Zürich)
19:45 – 20:15
Monica Germann & Daniel Lorenzi (Künstlerduo, Chamber Of Fine Arts)
Philipp Spillmann (Kulturjournalist)
Laurence Schmidlin (Konservatorin und Vize-Direktorin, Musée Jenisch Vevey)
Dijan Kahrimanovic (Künstler)
20:30 – 21:00
Lena Maria Thüring (Künstlerin)
Irene Grillo (Kuratorin Stiftung BINZ 39)
Henri de Riedmatten (Post-Doc Assistent Universität Zürich)
Bleta Jahaj (Künstlerin)
Suppe von Vegan Kitchen & Bakery
Plattform 15 gibt einen Einblick in das junge, aktuelle Kunstschaffen in der Schweiz. Die Ausstellung zeigt neue Arbeiten von Kunstschaffenden, die im Jahr zuvor an einer Kunsthochschule* einen Bachelor- oder Masterstudiengang im Bereich bildende Kunst abgeschlossen haben. Eine Jury aus jungen Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern wählt die Künstlerinnen und Künstler aus. Im Rahmen der Ausstellung wird der Nationale Suisse Kunstpreis an eine oder einen der teilnehmenden Kunstschaffenden verliehen.
Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW, BFH Hochschule der Künste Bern, HEAD Haute école d’art et de design – Genève, Hochschule Luzern – Design & Kunst HSLU, Ecole cantonale d’art de Lausanne ECAL, Ecole cantonale d’art du Valais Sierre ECAV, F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich, Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
Ausstellung
Ausstellung: 12. bis 21. März 2015
Vernissage: Mittwoch 11. März 2015, ab 18 Uhr
Freier Eintritt
ewz-Unterwerk Selnau
Selnaustrasse 25
8001 Zürich
Die Jury von «Plattform» wird jährlich neu gebildet. Sie setzt sich aus jungen Kunsthistoriker/innen sowie dem Vorstand des Vereins Kunstwollen zusammen. Die Zusammensetzung der Jury beschränkt sich bewusst auf junge Personen. Auf diese Weise begegnen sich Künstler/innen und Kunsthistoriker/innen auf einer Ebene. Gleichzeitig wird damit jungen Kunsthistoriker/innen eine Möglichkeit geboten, sich bei der Auswahl und Organisation einer Ausstellung direkt zu beteiligen.
Barbara Biedermann
1986. Studium der Kunstgeschichte, Theorie und Geschichte der Fotografie und Populäre Kulturen an der Universität Zürich. Mono-Masterstudiengang Art History with Special Qualification in Curatorial Studies an der Universität Bern. 2010 Hilfsassistentin am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Zürich. 2011 Kuratorisches Praktikum an der Kunst Halle Sankt Gallen. 2012 Assistenzkuratorin am Zentrum Paul Klee in der Ausstellung «Die Engel von Klee und Engel von…». Seit März 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin und Forschungsassistenz im Forschungsprojekt «The Interior. Art, Space, and Performance (Early Modern to Postmodern)» am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Bern.
Emilie Guenat
1980. Nach dem Management Studium an der Hotelfachschule in Lausanne (EHL) widmet sich Emilie dem Kunststudium und erwirbt 2009 einen Bachelor in bildender Kunst an der ECAL in Lausanne. Sie setzt ihre Ausbildung mit einem interdisziplinären Master CAP (contemporary art practice) an der HKB in Bern fort, wo sie ihr Diplom 2013 erhält. Im selben Jahr verbringt sie ein Semester in London an der Goldsmiths Universität, wo sie Curating studiert, um ihre Kenntnisse zu verfeinern. Sie ist Mitbegründerin von Urgent Paradise, einem Raum für zeitgenössische Kunst in Lausanne, den sie seit Januar 2012 mitleitet. Seit 2013 ist sie Mitglied der Galerie Harry Mugwumps. Zusätzlich wird sie regelmässig als Beraterin für ihre Künstler-Kollegen gerufen.
Sébastien Peter
1984. Studium der Geschichte, Kunstgeschichte und Alten Geschichte an der Universität Lausanne. Master in Kunstgeschichte an der Universität Fribourg. Executive Master in Art Market Studies an der Universität Zürich. Praktika bei Atelier Lutz und Guggisberg (Zürich), Museum Haus Konstruktiv (Zürich) und Pro Helvetia (Zürich). 2011 Assistent Experte von Graphischen Künsten am Hôtel des Ventes (Genf). Seit 2013 Mitarbeiter bei Pro Helvetia. Seit 2013 Mitgründer und Kurator des Offspace Sonnenstube (Lugano). Weitere Mitarbeiten: Heldart Gallery (Berlin), Artelier (Lugano), La Rada (Locarno), LAM (Gentilino), Marc Blondeau Fine Arts (Genf).
Raphaela Reinmann
1990. Studium der Kunstgeschichte und Deutschen Philologie an der Universität Basel, zurzeit im Masterstudiengang Kunstgeschichte und Bildtheorie. Mitarbeit und Praktika bei den folgenden Institutionen und Projekten: 2011 Nachlassinventarisierung Serge Brignoni. 2013 Edition Walter Benjamin Werke und Nachlass, Kritische Gesamtausgabe, Bd. XV: Autobiographische Schriften. 2013-2014 Redaktion SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA), Zürich. 2011-2014 Assistenz bei der Galerie Carzaniga, Basel. Seit 2014 wissenschaftliche Mitarbeit am Insitut für Geschichte und Theorie der Architektur (gta) an der ETH Zürich.
In Partnerschaft mit:
Nationale Suisse Kunstpreis
Mit der Unterstützung von:
ewz – Die Energie
Société de la Loterie de la Suisse Romande
Egon-und-Ingrid-Hug-Stiftung
Stiftung Erna und Curt Burgauer
Migros Kulturprozent
Kunstbulletin
Studio M St
Sound & Light Pool
Tweaklab
PlexiglasCenter
Bergen-Kaffee-Service
Rent by Aroma
Hürlimann Bier
Landolt Weine
FHNW Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel
BFH Hochschule der Künste Bern
HEAD Haute école d'art et de design – Genève
ECAL Ecole cantonale d'art de Lausanne
HSLU Hochschule Luzern – Design & Kunst
ECAV Ecole cantonale d'art du Valais
ZHdK Zürcher Hochschule der Künste
F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich
Mit der Unterstützung von ewz - Die Energie.
In Partnerschaft mit dem Nationale Suisse Kunstpreis.
Die Gewinnerin des Nationale Suisse Kunstpreises 2015 ist Diwan Kahrimanovic, Absolvent der F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich.
Dijan Kahrimanovic, Ohne Titel, Installationsansicht Plattform 15, 2015
Der 2004 lancierte Förderpreis der Versicherungsgruppe Nationale Suisse versteht sich als Starthilfe für diplomierte Kunstschaffende der Schweizer Hochschulen. Während der Fokus der firmeneigenen Sammlung von Schweizer Gegenwartskunst auf Malerei, Zeichnung und Fotografie ausgerichtet ist, wird der Förderpreis für junge Kunst bewusst offener gehalten, um auch neue Ideen und Kunstformen der nachrückenden Künstlergeneration zu unterstützen. Der Preis ist verbunden mit einem Preisgeld von CHF 15'000 und einer Ausstellung an der Kunstmesse LISTE – the young art fair in Basel.
Der Jury für den Nationale Suisse Kunstpreis gehören 2015 an:
– Kathleen Bühler, Kunstmuseum Bern
– Dorothee Messmer, Kunstmuseum Olten
– Katrin Weilenmann, Aargauer Kunsthaus
Ausserordentliche Mitglieder:
– Peter Bläuer, Leiter LISTE Art Fair Basel
– Andreas Karcher, Nationale Suisse (Jurypräsident)
– Nathalie Loch, Nationale Suisse