Vom 7. bis 16. März 2013 zeigt PLATTFORM13 neue Arbeiten von kürzlich diplomierten Kunstschaffenden aus acht Hochschulen der Schweiz im ewz-Unterwerk Selnau in Zürich. Von jeder Schule wird mindestens eine Künstlerin bzw. ein Künstler eingeladen. Dadurch gibt die Ausstellung einen Einblick in das junge, aktuelle Kunstschaffen in der Schweiz.
Mittwoch 6. März 2013, ab 18.30 Uhr
Vernissage
Samstag 9. März 2013, 14 Uhr
Le Foyer-Talk mit Jan Kiefer und Armin Saner
& Führung durch die Austellung
Sonntag 10. März 2013, ab 14 Uhr
Familiennachmittag mit Kaffee und Kuchen
Mittwoch 13. März 2013, 19 Uhr
Podiumsdiskussion
Galerien- und Austellungsräume. Modelle, Strategien und Konzepte
Mit: Fredi Fischli (Studiolo Zürich), Samuel Leuenberger (SALTS Basel), Beat Raeber (RaebervonStenglin Zürich), Marta Riniker-Radich (Hard Hat Genève)
Moderation: Gesa Schneider
Samstag 16. März 2013, 14 Uhr
Gespräch mit Tarik Hayward
& Führung durch die Austellung
Le Foyer
Jan Kiefer im Gespräch mit Armin Saner: Styling
Ebenso konzeptuell wie humorvoll und augenzwinkernd nähert sich Jan Kiefer (1979, lebt und arbeitet in Basel) in seiner künstlerischen Praxis den Dingen und Themen des Alltäglichen. Dabei faszinieren ihn gerade die Ambivalenzen zwischen dem vermeintlich rein funktionalen Aspekt von Gebrauchsgegenständen und dem Moment der ästhetischen Inszenierung. Im Rahmen von Le Foyer spricht er mit dem Foodstylisten Armin Saner (1949, lebt und arbeitet in Basel) nicht nur über die Präsentationsästhetik von Lebensmitteln und die Bedeutung der visuell ansprechenden fotografischen Darstellung für deren Vermarktung sondern auch über das, diesen Inszenierungen immer immanente Moment der Täuschung.
Samstag 9. März 2013, 14 Uhr
im Anschluss: Führung durch die Ausstellung
lefoyer-lefoyer.blogspot.com
Podiumsdiskussion
Galerien- und Ausstellungsräume. Modelle, Strategien und Konzepte
In Anknüpfung an die letztjährige Podiumsdiskussion From off to on. Der Off-Space als Kristallisationspunkt der Gegenwartskunst?, liegt der Fokus des diesjährigen Gesprächs auf dem „on“. Unterschiedliche Galerien- und Ausstellungsmodelle werden vorgestellt, Fragen nach Möglichkeiten und Schwierigkeiten der einzelnen Entwürfe aufgeworfen. Die Motivationen für die Gründung, Betreibung und Nutzung von Ausstellungsräumen gehen weit auseinander. Steht bei den einen der finanzielle Ertrag im Vordergrund, protegieren andere die nicht-kommerzielle Betreibung von Ausstellungsräumen. Etliche Zwitterformen liegen irgendwo dazwischen. Gründen Künstler heute Institutionen, um ihre eigenen, oder Arbeiten von anderen Künstlern zu präsentieren, lassen Galeristen ihre Räume von Kuratoren bespielen. Die strikten Rollenverhältnisse der Akteure lösen sich auf.
Wer also steht hinter der Betreibung von Ausstellungsräumen und welche Interessenslagen vertreten die Personen, die in ihnen kuratieren und verkehren? Im Rahmen von Plattform 13 diskutieren Galeristen, Künstler, Kuratoren und Kunsthistoriker über unterschiedliche Modelle, Strategien und Konzepte von Galerie- und Ausstellungsbetrieben.
Mittwoch 13. März 2013, 19 Uhr
Mit: Fredi Fischli (Studiolo Zürich), Samuel Leuenberger (SALTS Basel), Beat Raeber (RaebervonStenglin Zürich), Marta Riniker-Radich (Hard Hat Genève)
Moderation: Gesa Schneider
Konzept und Organisation: Seraina von Laer
Plattform 13 gibt einen Einblick in das junge, aktuelle Kunstschaffen in der Schweiz. Die Ausstellung zeigt neue Arbeiten von Kunstschaffenden, die im Jahr zuvor an einer Kunsthochschule* einen Bachelor- oder Masterstudiengang im Bereich bildende Kunst abgeschlossen haben. Eine Jury aus sieben jungen Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern wählte insgesamt 13 Positionen aus, wobei von jeder Schule mindestens eine Künstlerin bzw. ein Künstler eingeladen wurde. Im Rahmen der Ausstellung wird der Nationale Suisse Kunstpreis an eine oder einen der teilnehmenden Kunstschaffenden verliehen.
Die Jury von «Plattform» wird jährlich neu gebildet. Sie setzt sich aus jungen KunsthistorikerInnen sowie dem Vorstand des Vereins Kunstwollen zusammen. Die Zusammensetzung der Jury beschränkt sich ganz bewusst auf junge Personen. Auf diese Weise begegnen sich Kunstschaffende und KunsthistorikerInnen auf einer Ebene. Gleichzeitig wird damit jungen KunsthistorikerInnen eine Möglichkeit geboten, sich beim Kuratieren einer Ausstellung direkt zu beteiligen.
Ba Berger
1984. Studium der Kunstgeschichte und der Politikwissenschaft an der Universität Bern, 2011 Masterabschluss in „ausstellen & vermitteln“ an der Zürcher Hochschule der Künste. 2007-2009 kuratorische Assistenz im Moderna Museet in Stockholm und im Louisiana Museum of Modern Art in Dänemark, 2009-2010 Assistentin der Sommerakademie im Zentrum Paul Klee, seit Sommer 2012 wissenschaftliche Assistenz im Kunstmuseum Thun. Betreibt seit 2009 als freischaffende Kuratorin den nomadischen Kunstraum RAUM №.
Larkin Erdmann
1987. Studium der Kunstgeschichte, Theorie und Geschichte der Fotografie und Filmwissenschaft and der Universität Zürich und dem Courtauld Institute of Art in London. Berufliche Erfahrungen in folgenden Institutionen: Museum Langmatt in Baden, MUDAC in Lausanne, Galerie Herald St in London, Galerie Bob van Orsouw in Zürich, Galerie Brigitte Weiss in Zürich, Stiftung Hans Hinterreiter in Zürich. Arbeitet zurzeit als Assistent für den Kunsthistoriker und Kurator Dr. Rudolf Koella und organisiert Ausstellungen mit admiral-projects.com.
Stéphanie Serra
1985. Studium des Kulturmanagements an der Universität Bocconi in Mailand. Von 2006 bis 2008 Assistentin der Geschäftsführung und des Registrars bei Acquavella Galleries, New York. Seit 2008 Mitglied des Forschungsteams ASK/Bocconi, das die Verbindung zwischen kreativen Städten und der Entwicklung von Vorstellungswelten analysiert, und Mitbegründerin des Online Magazins BOB (Be Objective). 2011 Koordinatorin der Nuit des Images beim Musée de l’Elysée in Lausanne. Seit September 2011 Kunstassistentin/Registrarin beim Musée Jenisch Vevey.
Jeanette Weiss
1978. Studium der Kunstgeschichte, des Völkerrechts und des Staatsrechts an der Universität Zürich. Diverse Textveröffentlichungen, Praktika (Kunsthalle St. Gallen und Christie’s) sowie Erfahrungen im Galerienwesen (Galerie&Edition Marlene Frei, Haunch of Venison und seit 2010 Galerie Gmurzynska). Zudem freie kuratorische Projekte, u.a. am Kunsthaus Zürich. Seit 2002 Kunstvermittlerin in der Sammlung Oskar Reinhart "Am Römerholz" und seit 2009 Doktorarbeit "Die Wurst in der Kunst" (Arbeitstitel) an der Universität Zürich.
Hauptsponsor:
ewz - Die Energie
In Partnerschaft mit:
Nationale Suisse Kunstpreis
Société de la Loterie de la Suisse Romande
Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung
Migros-Kulturprozent
ArtNow Fondation
Stiftung Edith Maryon
Egon-und-Ingrid-Hug-Stiftung
Oertli-Stiftung
Kunstbulletin
likeyou - the artnetwork
Studio Sport
Rent by Aroma
Black-Velvet Kaffee
Kuechler AG
Hürlimann Bier
Landolt Weine
Schwabe AG Muttenz/Basel
Partnerschulen
FHNW Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel
BFH Hochschule der Künste Bern
HEAD Haute école d'art et de design – Genève
ECAL Ecole cantonale d'art de Lausanne
HSLU Hochschule Luzern – Design & Kunst
ECAV Ecole cantonale d'art du Valais
ZHdK Zürcher Hochschule der Künste
F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich
Mit der Unterstützung von ewz - Die Energie.
In Partnerschaft mit dem Nationale Suisse Kunstpreis.
Michael Meier & Christoph Franz sind die Preisträger vom Nationale Suisse Kunstpreis 2013.
Michael Meier & Christoph Franz, Feuertreppe, Plattform 13, 2013
Der 2004 lancierte Förderpreis der Versicherungsgruppe Nationale Suisse versteht sich als Starthilfe für diplomierte Kunstschaffende der Schweizer Hochschulen. Während der Fokus der firmeneigenen Sammlung von Schweizer Gegenwartskunst auf Malerei, Zeichnung und Fotografie ausgerichtet ist, wird der Förderpreis für junge Kunst bewusst offener gehalten, um auch neue Ideen und Kunstformen der nachrückenden Künstlergeneration zu unterstützen. Der Preis ist verbunden mit einem Preisgeld von CHF 15'000 und einer Ausstellung an der Kunstmesse LISTE – the young art fair in Basel.
Der Jury für den Nationale Suisse Kunstpreis 2013 gehören an :
– Jean-Paul Felley, Centre culturel suisse de Paris
– Fanni Fetzer, Kunstmuseum Luzern
– Thomas Schmutz, Aargauer Kunsthaus
– Sabine Schaschl, Kunsthaus Baselland
– Peter Bläuer, LISTE – the young art fair Basel
– Andreas Karcher, Nationale Suisse
– Nathalie Loch, Nationale Suisse