Simon Deppierraz

Plattform2009

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Up down, 395 × 439 cm, zwanzigquadratmeter Berlin, 2009

Up down, 395 × 439 cm, zwanzigquadratmeter Berlin, 2009

Novopan, Espace Basta, Lausanne, 2008

Novopan, Espace Basta, Lausanne, 2008

K/N, Espace Basta, Lausanne, 2008

K/N, Espace Basta, Lausanne, 2008

Orange mesh (Plattform09), Mixed media (pierre, mousquetons, filet), 2009

Orange mesh (Plattform09), Mixed media (pierre, mousquetons, filet), 2009

Nobilé, ECAL, Lausanne, 2008

Nobilé, ECAL, Lausanne, 2008

Orange mesh (Plattform09), Mixed media (pierre, mousquetons, filet), 2009

Orange mesh (Plattform09), Mixed media (pierre, mousquetons, filet), 2009

Orange mesh (Plattform09), Mixed media (pierre, mousquetons, filet), 2009

Orange mesh (Plattform09), Mixed media (pierre, mousquetons, filet), 2009

Nobilé, ECAL, Lausanne, 2008

Nobilé, ECAL, Lausanne, 2008

72R, ECAL, Lausanne, 2007

72R, ECAL, Lausanne, 2007

Eine Inspirationsquelle in der Arbeit von Simon Deppierraz bildet seine bevorzugte Umgebung, die Bergwelt. Er besetzt Ausstellungsräume mit gespannten Kletterseilen oder erklimmt deren Decken mit imposanten, vertikalen Skulpturen. Im Dialog mit der vorgegebenen Architektur erschafft er physisch erfahrbare Installationen. Die Spannung seiner Arbeit liegt dabei im Spiel mit Grössen- und Machtverhältnissen zwischen Mensch und Raum. Bei seiner Videoarbeit Stalag (2007) etwa klopft der Künstler eine monumentale Eissäule mit Schlagzeugstöcken ab, die sich aus der Wasserkanalisation vom Dach einer Berggalerie gebildet hat. Durch die rhythmischen Schläge lösen sich kleinere Brocken, es scheint fast, als wolle er den Eisturm nach und nach zerlegen. Doch die Handlung bleibt ohne sichtbare Auswirkung: Die gewaltige Eismasse hat sich am Ende des Stückes kaum verändert. Bei der Arbeit Nobilé (2008) stellte Deppierraz eine 15 Meter hohe Säule aus goldig-metallischen Rettungsdecken her, die er an eine ebenso hohe Decke hing und mit Luft füllte. Das imposante und zugleich höchst fragile Gebilde raschelte leise beim Vorbeigehen der Besucher und reagierte auf die Temperatur; beinahe lebendig. Für PLATTFORM09 arbeitet der Künstler erneut in die Vertikale und nimmt die 10 Meter hohe Decke ein. Er transportiert die alpine Welt in die urbane und übersetzt sie in eine geometrische Formensprache. Aus zweckentfremdeten Materialien entstehen dadurch spannungsgeladene Installationen. – Charlotte Matter