Pascale Birchler

Plattform2009

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My precious pale moonlight horse, come back
home (Plattform09), Mixed media, 2009

My precious pale moonlight horse, come back
home (Plattform09), Mixed media, 2009

O.T., Buntstift auf Papier, 2008

O.T., Buntstift auf Papier, 2008

Hund, 2008

Hund, 2008

Glücksbaum, 2008

Glücksbaum, 2008

Small things (Plattform09), Buntstift auf Papier, 2008

Small things (Plattform09), Buntstift auf Papier, 2008

O.T., Buntstift auf Papier, 2008

O.T., Buntstift auf Papier, 2008

O.T., Buntstift auf Papier, 2008

O.T., Buntstift auf Papier, 2008

O.T., Buntstift auf Papier, 2008

O.T., Buntstift auf Papier, 2008

O.T., Buntstift auf Papier, 2008

O.T., Buntstift auf Papier, 2008

Small things (Plattform09), Buntstift auf Papier, 2008

Small things (Plattform09), Buntstift auf Papier, 2008

Mit ihren Bildern und Installationen schafft Pascale Birchler ein eigenwilliges Bilduniversum, das zugleich poetisch und bedrohlich sein kann. In ihren meist in Grautönen gehaltenen Zeichnungen entfalten sich kaum fassbare weibliche Wesen, sowohl zerbrechlich in ihrem Körperbau, als auch animalisch in ihrem Ausdruck. Die Archaik und Zwiespältigkeit dieser Figuren verleiht ihnen eine geheimnisvolle, oft auch erotische Ausstrahlung. Die Künstlerin spielt dabei mit Andeutungen, ohne jemals offensichtlich zu werden. In ihren Installationen treibt sie das Wechselspiel zwischen menschlichen und animalischen Wesenszügen weiter, indem sie nicht mehr Personen, sondern Tiere inszeniert. Die lebensnahen Plastiken, mit echtem Fell überzogen, scheinen in einer endlosen Bewegung gefangen zu sein. So jagt etwa der Hund (2008) seinem eigenen Schwanz hinterher, auf einer endlosen und allzu menschlichen Suche nach dem Glück. Für PLATTFORM09 setzt sich Birchler mit der Verwundbarkeit des Menschen auseinander, der sich hohen Erwartungshaltungen ausgesetzt sieht. Stellvertretend für diese Ohnmacht steht ein Pferd, das sich von weitem elegant zu verbeugen scheint, bei näherer Betrachtung jedoch vielmehr kurz vor dem Zusammenbruch steht. Es knickt ein, auf zugleich sanfte und brutale Weise, sein Scheitern unbarmherzig ausgestellt. Die Künstlerin arbeitet mit poetischen Zwischenräumen und Grauzonen. Ihre sinnlichen Inszenierungen balancieren zwischen Schönheit und Bedrohlichkeit, einem schlafwandlerischen Zustand ähnlich. – Charlotte Matter