Matteo Pomati

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A tap running flow of water that splashes endlessly, and then down into the drain, 2017

A tap running flow of water that splashes endlessly, and then down into the drain, 2017

A tap running flow of water that splashes endlessly, and then down into the drain, 2017

A tap running flow of water that splashes endlessly, and then down into the drain, 2017

Domestic chimney smoke, out of the window, 2018

Domestic chimney smoke, out of the window, 2018

A tap running flow of water that splashes endlessly, and then down into the drain, 2017

A tap running flow of water that splashes endlessly, and then down into the drain, 2017

Fire hydrant system, door, 2018

Fire hydrant system, door, 2018

Domestic chimney smoke, out of the window, 2018 Fire hydrant system, door, 2018

Domestic chimney smoke, out of the window, 2018 Fire hydrant system, door, 2018

Matteo Pomati geht in seinen poetischen Ensembles zumeist vom Unspektakulären aus oder akzentuiert Gegensätzliches wie Energieflüsse und Langeweile. Es sind Details von vermeintlich belanglosen Oberflächen und Phänomenen, die der Künstler mit seinem Blick fixiert – Rauch, Symbole, Leitungen oder Eingänge. Diese sind aber Indexe, Repräsentationen oder Fassaden komplexer Mechanismen wie Wasserverteilungssysteme. Seine Eindrücke transferiert Pomati in materielle Experimente. Er spielt mit Erwartungen, indem er zwischen einer Ästhetik des Praktischen und Dekorativen fluktuiert, Formen andeutet und zensiert.

In der Ausstellung präsentiert der Künstler zwei unterschiedliche Arbeiten. Im ersten Stock hängen zwei «Malereien» mit fragmentarischen Referenzen an Pomatis unmittelbare Wohnumgebung. Auf der einen sind Details einer Türe mit Lüftungsschlitz und Graffiti-Tags zu sehen, die einen öffentlichen Hydranten verbergen. Das andere Werk zeigt die Rauchwolke eines Kamins. Die Linolschnitte auf Kunststoff vermitteln eine ästhetisch direkte Sprache und stehen in Kontrast zum Träger aus Paillettenstoff. Pomati lenkt die Aufmerksamkeit auf materiell unterschiedliche Qualitäten: Mit der schwarzen Fläche löscht er gewöhnliche Assoziationen und evoziert damit wiederum neue Gedanken.

Die Skulptur im oberen Stockwerk nimmt die Form eines Waschbeckens auf. Wer genau hinschaut, bemerkt absurde, surrealistisch anmutende Finessen. Tropfen laufen nicht am Becken runter, sondern bleiben für immer am Spülstein hängen, der Wasserstrahl bricht sich an der Kante eines festgezimmerten Schälchens und das Zuleitungsrohr ist an einer Steckdose angeschlossen. Der Künstler schenkt damit der simplen Schönheit genauso wie umweltpolitischen Fragen Beachtung.

Matteo Pomati (*1989) absolvierte den Master an der École cantonale d’art de Lausanne. Er lebt und arbeitet in Lausanne und Mailand.