Lena Amuat und Zoë Meyer

Plattform2014

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Artefakte und Modelle, Ausstellungsansicht Helmhaus, 2011

Artefakte und Modelle, Ausstellungsansicht Helmhaus, 2011

Flügel Nr.1, Inkjet Print gerahmt, 75 x 110 cm, 2011

Flügel Nr.1, Inkjet Print gerahmt, 75 x 110 cm, 2011

Mathematisches Modell Nr.2, C-Prints gerahmt, je 35x50cm, 2010

Mathematisches Modell Nr.2, C-Prints gerahmt, je 35x50cm, 2010

Purple Room - Artefakte und Modelle, Soloshow Wäscherei Kunstverein Zürich,
Dezember 2012

Purple Room - Artefakte und Modelle, Soloshow Wäscherei Kunstverein Zürich,
Dezember 2012

Magische Gefässe, Inkjet Print, 42.5x62cm, 2011

Magische Gefässe, Inkjet Print, 42.5x62cm, 2011

Portrait, Inkjet Print, 44x63cm, 2012

Portrait, Inkjet Print, 44x63cm, 2012

"Aus: Artefakte und Modelle", It is all in the Detail, Kunsthaus Baselland,
August 2013

"Aus: Artefakte und Modelle", It is all in the Detail, Kunsthaus Baselland,
August 2013

Unmögliche Figur Nr.3, Collage, 21x29.7cm, 2012

Unmögliche Figur Nr.3, Collage, 21x29.7cm, 2012

"Aus: Artefakte und Modelle", Cantonale Berne Jura, Kunstmuseum Thun,
Dezember 2012

"Aus: Artefakte und Modelle", Cantonale Berne Jura, Kunstmuseum Thun,
Dezember 2012

Mathematisches Modell Nr.14, C-Prints, 62x42cm, 2010

Mathematisches Modell Nr.14, C-Prints, 62x42cm, 2010

Meteoritenmodell Nr.3, Inkjet Print, 75x110cm, 2010

Meteoritenmodell Nr.3, Inkjet Print, 75x110cm, 2010

"Aus: Artefakte und Modelle", Cantonale Berne Jura, Kunsthalle Bern,
Dezember 2011

"Aus: Artefakte und Modelle", Cantonale Berne Jura, Kunsthalle Bern,
Dezember 2011

Vorhang, Inkjet Print, Grösse variabel, 2013

Vorhang, Inkjet Print, Grösse variabel, 2013

www.lenaamuat-zoemeyer.com

Lena Amuat und Zoë Meyer zeigen Modelle: Modelle, die veranschaulichen, dokumentieren, repräsentieren und interpretieren. In ihrem stetig anwachsenden Bildarchiv treten neben Fotografien von traditionellen musealen Ausstellungsobjekten wie Gipsabgüssen oder Tierpräparaten besonders Abbildungen kurioser Figuren hervor, die gleichzeitig irritieren und faszinieren. Es handelt sich um Objekte, welche die beiden Künstlerinnen während akribischen Recherchearbeiten in kunst- und kulturhistorischen, naturwissenschaftlichen und anthropologischen Sammlungen aufspüren, sorgfältig inszenieren und fotografieren. Der daraus entstandene Fundus an Bildern dient ihnen als Arbeitsmaterial für ihre raumgreifenden Installationen, welche bestehende Ausstellungsdispositive hinterfragen und neue Präsentationsformen erproben.

Es sind also nicht die ursprünglich für wissenschaftliche Erkenntnisprozesse gedachten und für Laien oft unverständlichen Gegenstände allein, mit welchen sich der Betrachter in den Werken auseinanderzusetzen hat. Faszinierend sind ebenso die unterschiedlichen Sichtweisen, die durch die gestalterischen Eingriffe der Künstlerinnen thematisiert werden. Die einzelnen Werkaufnahmen, bei denen nicht eindeutig ist, ob – und wie – sie nachträglich manipuliert sind, werden dabei Teil eines grösseren Referenzsystems.

Die Fotografien, meist eingefasst in handgefertigte Rahmen, werden gehängt, direkt an die Wand gelehnt oder auf Sockel und Leisten gestellt. Darüber hinaus verwenden die Künstlerinnen Tapeten und raumgreifende Elemente wie Paravents. Die im architektonischen Kontext des jeweiligen Ausstellungsorts entstehenden Installationen werfen damit die Frage auf, inwiefern das Zeigen und Sichtbarmachen von Werken Inhalte neu definiert und wie Bedeutung in Abhängigkeit zu formal-ästhetischen Entscheidungen generiert wird.

Die Wechselbeziehung zwischen wissenschaftlichem Anspruch, Fiktion, dokumentarischem Gehalt und gestalterischer Freiheit ist von Beginn an Programm im Werk von Lena Amuat und Zoë Meyer. Dieses Spannungsverhältnis möchten die Künstlerinnen in der Folge nicht auflösen, sondern als labilen, den Objekten und Bildern innewohnenden Zustand bewahren. – Jasmin Sumpf