Martina-Sofie Wildberger

Plattform2010

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Rote Rumpelstilzchensocken, Performance, Act07, Osterquai Basel, 2007

Rote Rumpelstilzchensocken, Performance, Act07, Osterquai Basel, 2007

Schönes Rot oder die Kritik der ästhetischen Urteilskraft, Performance,
Museum für Gegenwartskunst Basel, 2009

Schönes Rot oder die Kritik der ästhetischen Urteilskraft, Performance,
Museum für Gegenwartskunst Basel, 2009

Weisser Wasserflaschenhals, Performance, Act07, Kunstraum Aarau, 2007

Weisser Wasserflaschenhals, Performance, Act07, Kunstraum Aarau, 2007

Mon petit alphabet II, Soirée Performance de l'exposition Huis Clos, 2008
© Sandra Pointet

Mon petit alphabet II, Soirée Performance de l'exposition Huis Clos, 2008
© Sandra Pointet

Klänge Über Süsse Süsse, Multimedia Performance,
2010

Klänge Über Süsse Süsse, Multimedia Performance,
2010

Tentatives de bruitage du Big Bang, Audio-Installation,
2010

Tentatives de bruitage du Big Bang, Audio-Installation,
2010

La courchette dans le ciel, Performance, Act07,
Dublex Genève, 2007

La courchette dans le ciel, Performance, Act07,
Dublex Genève, 2007

Roulette, Performance, Théâtre de l'Usine Genève, 2009

Roulette, Performance, Théâtre de l'Usine Genève, 2009

Es sind grosse Themen, die Martina-Sofie Wildberger interessieren. Dabei treten Gender-Aspekte in ihren Arbeiten zunehmend in den Hintergrund und die Performances drehen sich vermehrt um medienspezifische Fragen. Das Verhältnis von Akteur und Zuschauer, auch: von aktivem und passivem Part, ist dabei von entscheidender Bedeutung. Etwa dann, wenn die Künstlerin in Schönes Rot oder die Kritik der ästhetischen Urteilskraft (2009) im Basler Museum für Gegenwartskunst aus Immanuel Kants Standardwerk liest; inmitten der Ausstellung auf dem Boden sich räkelnd, Posen aus dem Pirelli-Kalender imitierend. Die sexuelle Konnotation der Performance und die gleichzeitige intellektuelle Überforderung, die ein Kant-Vortrag in einem solchen Moment zwingend bedeuten muss, reflektieren die passive Betrachter-Rolle der Besucher und den gleichzeitigen geistigen Anspruch, den ein Museumsbesuch in der allgemeinen Auffassung darstellt. – Reto Thüring