Für ihre Objekte arbeitet Marie-Luce Ruffieux mit vertrauten, oft wertlosen Materialien und teilt diesen eine neue Bedeutung zu. Etwa indem sie durch simple Eingriffe auf die Ästhetik und/oder Fragilität ihrer Beschaffenheit verweist oder durch die blosse Zuwendung des menschlichen Subjekts (der Künstlerin, des Betrachters) hin zu jenen Dingen, die normalerweise nicht in den Radius unserer Aufmerksamkeit treten. Die unscheinbaren Gegenstände treten dadurch zwar in unser Blickfeld, sie bleiben aber durchweg ephemer. Der künstlerische Eingriff macht aus der Erscheinung von etwas Alltäglichem ein Aufscheinen des Poetischen. – Reto Thüring