Luc Ming Yan interessiert sich für Farbe, die sequentielle Abfolge und die farblichen Querbezüge zwischen mehreren Bildern. Seine meist abstrakten Malereien sind energetisch und farbintensiv. Ihre Formensprache geht von grosszügigen Gesten bis zu eher kleinteiliger und konzentrierter Ausführung. Mit kräftigem Strich und Farben, die kontrastreich gegeneinander arbeiten, entstehen komplexe bildliche Strukturen und Wirkungen, die unterschiedlich gerichtete Kräfte, Spannungsverhältnisse und Räume entwickeln. Die Bilder sind Markierungen des fragilen Verhältnisses zwischen Sichtbarem und Nicht-Sichtbarem – diese kryptische Sprache zieht sich sowohl durch seine abstrakten wie durch seine figurativen Bilder. Im Seitenlichtsaal des Kunsthaus Glarus zeigt Luc Ming Yan sechs neue Malereien.
Luc Ming Yan (*1994, Dijon/FR) hat einen Bachelor an der ECAL abgeschlossen. Er lebt und arbeitet in Shanghai und Dijon. Einzelausstellungen: Ronde de Nuit, No Conformism, Prilly