Helen Follert

Plattform2007

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Durchflutet, 2007

Durchflutet, 2007

Lid. Ein, aus, Plattform07, 2007

Lid. Ein, aus, Plattform07, 2007

Lid. Ein, aus, 2007

Lid. Ein, aus, 2007

Durchflutet, 2007

Durchflutet, 2007

Lid. Ein, aus, 2007

Lid. Ein, aus, 2007

Verschlungene Räume, (Detail), 2006

Verschlungene Räume, (Detail), 2006

A travers champs, (Detail), 2008

A travers champs, (Detail), 2008

Sprung ins Bild, 2005

Sprung ins Bild, 2005

Sprung ins Bild, 2005

Sprung ins Bild, 2005

Sprung ins Bild, 2005

Sprung ins Bild, 2005

A travers champs, (Detail), 2008

A travers champs, (Detail), 2008

Verschlungene Räume, (Detail), 2006

Verschlungene Räume, (Detail), 2006

Lid. Ein, aus, 2007

Lid. Ein, aus, 2007

Lid. Ein, aus, 2007

Lid. Ein, aus, 2007

Durchflutet, 2007

Durchflutet, 2007

Die ‹Bewegung› und der ‹Körper im Raum› bilden zwei Schwerpunkte in Helen Follerts Schaffen. Erstere ist jedoch im fertig gestellten Werk im eigentlichen Sinn nicht objektiv erkennbar, sondern vielmehr spürbar. In letzter Zeit sind vor allem fotografische Arbeiten entstanden. Neueste Arbeiten führen sie auf das Feld der Plastik. Die Künstlerin beschäftigt sich mit konkreten und imaginären Räumen. Ihre fotografischen Unikate entstehen immer in demselben Raum, in welchem sie dem Betrachter schliesslich präsentiert werden. Der dynamische Austausch und das Wechselspiel zwischen Innen- und Aussenraum sind für die Positionierung Follerts Werke essentiell. Fragen, wie: ‹Kann ein Bild ein Raum sein?›, ‹Kann ein Blick einen Raum öffnen?›, ‹Was sehe ich, wenn ich schaue?›, ‹Wie sehe ich?› oder ‹Sieht etwas durch mich?› leiten die Künstlerin durch den Schaffensprozess. Mittels einer eigens dafür gebauten Lochkamera nähert sie sich dem Raum zwischen körperlichem Davor und imaginärem Darin an. In diesem Prozess geht es ihr darum, etwas Immaterielles greifbar zu machen und dabei zugleich eine konkrete Materie zu durchdringen. Während der Zeitspanne zwischen manueller Öffnung und Verschliessung des Lochs lässt Follert durch das einfallende Licht neue, «verschlungene Räume» entstehen. Diese ‹Magic Box› kommt ohne Sucher aus und wird dadurch zu einem uneinsehbaren Schauplatz, in dem sowohl eine Spur der Ereignisse im Raum, als auch die Bewegung des Lichts auf Filmmaterial festgehalten werden. Schlussendlich zeigt sich dem Betrachter – auf Leuchtkastenfolie eingeschrieben – eine zweidimensionale Repräsentation des ursprünglichen Raums, die sich der primären Realität gegenüberstellt. Diese neue, verschachtelte Darstellung lässt den Verlust der originären Struktur offensichtlich werden und zeigt, dass nichts starr ist, sondern je nach Blickwinkel eine neue Dimension annehmen kann. Der Betrachter findet sich in einem Raum wieder, in dem seine subjektive Wahrnehmung auf die Perspektive der Künstlerin trifft.

 – Diana Pavlicek