Charly Mirambeau

Plattform2020

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Angles dans la langue , Ausstellungsansicht / vue de l'exposition Plattform20, 2020
© Guillaume Python_Fri Art 2020

Angles dans la langue , Ausstellungsansicht / vue de l'exposition Plattform20, 2020
© Guillaume Python_Fri Art 2020

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‘Sich um eine Revolte zu kümmern’ ist das Anliegen, unter welchem sich die Arbeit von Charly Mirambeau genauer betrachten lässt. Im Fri Art wird ein geometrisches Gefüge in einer ambivalenten und fragilen Form neben einer mit durchlöchertem Gewebe versehenen Stütze gezeigt. Die Installation entfaltet sich im Raum als individuelle Mutation oder vulnerable Anordnung, die hin- und hergerissen ist zwischen den äusseren Kräften, die sie deformiert, und den inneren Kräften, die sie entstehen lässt. Mit anderen Worten: die Inszenierung eines Kampfes. Die Ambivalenz zwischen dem Gefüge und dem Altar des durchlöcherten Gewebes (Behältnis der individuellen Kämpfe) bewirkt damit eine Aufhebung der Revolte. Es entsteht ein Ungehorsam, ein politischer und poetischer Widerstand. Jedoch ist dieser Ungehorsam nicht derjenige einer öffentlichen Klage, sondern wird in der Einsamkeit und Individualität des, resp. der Aufständischen organisiert. Bei Charly Mirambeau wird ‘Revolte’ in erster Linie als ein Gefühl der Vernachlässigung verstanden, nicht in Form einer Verlassenheit, sondern vielmehr als Weigerung, über der Aussage zu stehen. Die Wahrung der Struktur im zentralen Ausstellungsraum des Fri Art betont gerade den paradoxalen Aspekt einer letzten Hoffnung, nämlich derjenigen des einsamen Individuums in der kollektiven Revolte, das deren Elemente bewahrt und ihre Veränderungen festhält. Sich der Individualität bewusst zu werden wäre der erste Schritt in der Vorbereitung des Gefechts. Das Sich-Kümmern um den, resp. die Aufständische*n ist die Geste der Bereitstellung eines Martyriums, die räumliche Entwicklung einer Installation, die viele Geschichten willkommen hiesse, die an sie erinnern und sie bewahren würden.

Übersetzung: Deborah Müller