Der Basler Künstler Viktor Korol widmet sich in seiner künstlerischen Arbeit fast ausschliesslich der Malerei. Er bedient sich dabei einem variierenden Repertoire an Techniken und operiert oftmals mit einem nur rudimentären, geometrischen Formenvokabular. Korol führt die Betrachter durch die reduzierte Geste auf eine anekdotische Fährte der Herstellung seiner Arbeiten. Hierbei lässt sich beobachten, dass sich die verschiedenen Einheiten seiner Kompositionen unbedrängt von einem vorgegebenen Muster entwickeln. Sie wachsen aus der von Spontaneität und malerischer Freiheit geprägten Arbeitsweise des Künstlers, die kein streng strukturiertes künstlerisches Produzieren zulässt. So entstehen meist grossformatige Kompositionen, in denen der Künstler zwischen dem Expressiven und dem Geometrischen, zwischen dreidimensionaler Wirkung und zweidimensionaler Betonung der Fläche pendelt. Ungeachtet der divergierenden Techniken und dem formalen Vokabular der Arbeiten, bleiben die Authentizität der Pinselschrift und Korols charakteristische Formensprache unverkennbare Entitäten, die in allen seinen Bildern aufscheinen. – Andreas Mattle