Nicole Hoesli

Plattform2007

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Dinner for one, 2004

Dinner for one, 2004

Dinner for one, 2004

Dinner for one, 2004

Allee, 2008

Allee, 2008

I love to play tennis, but I can't, Plattform07, 2007

I love to play tennis, but I can't, Plattform07, 2007

Birds, 2006

Birds, 2006

Escalator, 2006

Escalator, 2006

I love to play tennis, but I can't, Plattform07, 2007

I love to play tennis, but I can't, Plattform07, 2007

Allee, 2008

Allee, 2008

Wasserfall, 2007

Wasserfall, 2007

Objects in the mirror are closer than they appear, 2008

Objects in the mirror are closer than they appear, 2008

Im Mittelpunkt des künstlerischen Interesses der Zürcher Künstlerin Nicole Hoesli stehen Projektionsarbeiten, die auf eine Veränderung der Raumwirkung und der Raumerfahrung der Rezipienten zielen. Die Videoinstallationen werden unmittelbar auf Wände und Fensterscheiben, auf Böden und Decken des Umgebungsraums der Kunstformation projiziert. Durch die direkte Projektion der Bilder auf das räumliche Umfeld entsteht eine eindringliche Beziehung zwischen projizierter Darstellung und der Raumarchitektur, zwischen formal-ästhetischem Inhalt ihrer Projektionen und den architektonischen Voraussetzungen der Räumlichkeiten, die erst im Zusammenspiel die volle Tragweite der künstlerischen Arbeiten ausbilden. Hoesli beweist dabei eine grosse Sensibilität für die Integration der Raumwirkung, gleichsam für die Verbindung zweier Ebenen: Das Bestehende und das Projektierte. Die grossformatigen Projektionen verändern nicht nur die zur Projektionsfläche umfunktionierten Räumlichkeiten in ihrem Ausdruck, sondern untergraben auch deren Funktionalität, um diese gleichzeitig neu zu definieren. Innen wird Aussen, Oben wird Unten – eine Verzerrung der räumlichen Wahrnehmung stellt sich ein, die kommensurables Sehen nicht mehr gewährleistet. Die auf Flächen geworfenen Darstellungen erscheinen daher nicht als blosse Abbildungen, sondern wirken raumgreifend, teilweise unterstützt durch ferroelektrische Lautsprecher, die die Arbeiten auch auditiv erfahrbar machen. Einen entscheidenden Beitrag zur anvisierten Verunsicherung der Rezipienten leistet überdies ein von der Künstlerin oft verwendetes Stilmittel: Der Loop. Hoesli begibt sich dadurch auf das Terrain der Wiederholung und der Wiederaufnahme der zum Stillstand verurteilten dynamischen Bewegung. Ein Spiel mit dem Moment, der Ewigkeit wird.
 – 
Andreas Mattle